Gott handelt!

Kaum ein Buch der Bibel ist so angefüllt mit Berichten über Bekehrungen und Wunder wie die Apostelgeschichte. Selbst als Jesus noch auf der Erde war, ist die Zahl seiner Nachfolger eher bescheiden im Vergleich zu den Bekehrungen nach dem Kommen des Heiligen Geistes.
Es sind oft mehrere tausend Leute, die nach einer Predigt zum Glauben kommen. Kranke werden geheilt, Ketten gesprengt, manchmal bebt die Erde nach einem Gebet, so geht das weiter.

Wenn ich in der Apostelgeschichte lese, finde ich manchmal keinen Bezug zu der Situation heute. So gegensätzlich sind die Erlebnisse heute zu den Berichten von damals.
Wieviel wird heute gepredigt und wir nehmen selten eine Veränderung wahr. Wir strengen uns menschenmöglich an und erreichen kaum etwas. Aber vielleicht ist das gerade unser Problem, daß wir etwas erreichen wollen?
Hatten die Apostel etwas vor, wollten sie etwas erreichen?
War es denn ihr Gedanke Gemeinde zu bauen?

Nein!

Immer wieder lesen wir, daß es eine höhere Macht war, die sie getrieben hat, der Heilige Geist.
Also Gott war immer der Antreiber. Es waren Gottes Gedanken, die die Apostel verwirklicht haben, es war Gottes Kraft, die durch die Apostel gewirkt hat. Eigene Ziele wurden ihnen verwehrt.

Sie hatten ein ganz besonderes Verhältnis zu Gott. Die Leute haben erkannt und begriffen, wer Gott ist! Die unendliche Größe und Macht Gottes war für sie Realität und lehrte sie das Fürchten.

Ist das bei uns so? Nun glaub ich, daß ich nur von etwas überzeugt sein kann, was real existiert, womit ich meine Erfahrung gemacht habe. Gott handelt und wir Menschen sind Zeugen. Unsere Aufgabe ist es, das zu berichten, was wir mit Gott erlebt haben.
Haben wir etwas mit Gott erlebt? Wie lange ist das her? Kann das nicht ein Grund sein, weshalb wir oft so wenig von unserem Glauben berichten?
Mir ist aufgefallen, daß einer der neu zu Jesus gefunden hat, auch mit den meisten Menschen über den Glauben spricht. In ihm ist die Erinnerung an die totale Veränderung in seinem Leben noch ganz frisch, das muß er allen erzählen.

Wann warst Du das letzte mal von Gott so ergriffen, dass Du es jemandem weitererzählen mußtest? ...Ach das ist schon eine Weile her?
Da können wir ja von Johannes und Petrus eine ganze Menge lernen. Sie sagten einmal:

Apg 4,20
"Denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden."



Thomas Hänsch

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